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Es werden Posts vom 2023 angezeigt.

Dezember-Zweifel und Ausblick auf das neue Jahr 2024

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 Hallo meine Mitgefangenen in der Welt der Buchstaben! Das wäre Ihr Cover gewesen (by J. Zalfen) Wie geht es bei euch voran? Vielleicht habt ihr mitbekommen,  dass ich eine Geschichte zurückgezogen habe. Das hat einen guten Grund. Gentlemen's Game - oder wie auch immer die Geschichte mit den zig Arbeitstiteln am Ende heißen wird - bekommt einen Verlag. Ja, richtig, einen Verlag. Also, wenn jetzt keine großen No-Gos mehr genannt werden. Meine Entscheidung wird davon abhängen, ob ich mit Zirkulum weiter machen kann, wie ich mir das vorstelle, oder nicht. Und obwohl ich mich freue, gibt es da Zweifel. Eigentlich habe ich nur die Idee zu Gentlemen's Game verkauft. Das Buch wird in großen Teilen noch einmal umgeschrieben. Die Figuren, Orte und das Verbrechen bleiben erhalten, aber nach einer längeren Rücksprache ist mir klar geworden, dass ein paar andere Dinge so nicht funktionieren. Jedenfalls nicht mit dieser Geschichte. Außerdem will der Verlag keine 92.000 Wörter, son...

Das November-Chaos oder NaNoWriMo Ate My Soul!

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 Hallo meine lieben Mitgefangenen in der Welt der Buchstaben! Wir haben lange nichts mehr voneinander gehört. Zum Teil, weil ich mich etwas mehr auf Wattpad als auf Blogger herumgetrieben habe, zum anderen weil November ist. Ich habe eine Weile gezögert, diesen Post heute schon zu verfassen, weil ich am Montag außerdem ein Gespräch mit einem Verlag habe, der Interesse an Gentlemen's Game geäußert hat. Ein richtiger Verlag! Und sie sind auf mich zugekommen. Das ganze Ist schon einen Monat her und mittlerweile fühlt es sich gar nicht mehr so surreal an, aber aufgeregt bin ich trotzdem. Ich hoffe, dass die Bauarbeiten an der Hauptstraße mir da keinen Strich durch die Rechnung ziehen und das Internet kappen. Das wäre ziemlich bescheiden.   Aber egal, über den Deal oder Nicht-Deal und die Zukunft von Gentlemen's Game rede ich ein andermal. Heute geht es um einen ersten Rückblick auf meinen NaNo. Sechs Schreibtage habe ich noch, aber ich bin mit rund 42.000 Wörtern in jeweils zwei ...

Schreiben und Musik oder: Warum ich ohne Musik kaum Ideen finde.

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 Hallo meine lieben Mitgefangenen in der Welt der Buchstaben! Vor einiger Zeit bin ich durch einen Freund auf das Thema "Songlisten in Büchern" gestoßen. Er stört sich an der Verbindung, aus dem Gedanken heraus, dass die Auflistung von Liedern eine Abkürzung zu Emotionen darstellt, die eigentlich durch das Schreiben erreicht werden sollen. Und obwohl ich die Idee, eine Playlist in ein Buch zu schreiben, aus mehreren Gründen seltsam finde, stimme ich ihm nicht zu. Warum? Ganz einfach, weil die Musik mir als Autor hilft, überhaupt erst das richtige Gefühl, die richtige Stimmung oder - im schlimmsten Fall - die richtige Idee zu finden. Ich bin nämlich zu gleichen Teilen hyperemotional und gefühlsblind *lacht* Es gibt kaum eine Idee, für die ich nicht ein Set an Liedern habe, die mich in die passende Stimmung bringen oder mir aus einer Ideen-Sackgasse helfen können. Und wenn ich diese LIede rnicht habe, ist das Projekt tot. Einfache Sache. Manche - eigentlich sogar die meisten - ...

Satanskerker, Gentlemen's Game und der historische Thriller: 3x1 Grund, sich auf den Herbst zu freuen

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 Hallo liebe Mitgefangenen in der Welt der Buchstaben! Nach einer gefühlten Ewigkeit - also einem halben Jahr - ist es soweit. Satanskerker (Arbeitstitel Nr. 1) ist an die Testleser gegangen. Ich erwarte sehr gespannt das Feedback, damit ich in den nächsten Überarbeitungswahnsinn fallen kann. Bis dahin weiß ich nicht so recht, was ich eigentlich mit mir anfangen soll. Der Act-Tower in Hamamatsu Sicher, da ist Tsuru-Gumi, der Yakuza-Jugendthriller. Das   Coming-of-Age und Coming-Out des Gangster-Sohnes Ikko, der sich keinen schlechteren Zeitpunkt für seine erste große Liebe hätte aussuchen können. Vor der exotischen Kulisse der erstaunlich unbekannten großen Kleinstadt Hamamatsu entwickelt sich so das Schicksal der Zwillingsbrüder Ikko und Niko in ihrem Kampf um die Anerkennung ihres Vaters. Tsuru-Gumi sucht übrigens auch willige Testleser, denn die Rohfassung steht schon! Als Testleser erhaltet ihr quasi einen Beta-Zugang zum ebook. Im Gegenzug erwarte ich nur, dass ihr e...

Der Unterstand

 Endlich hatte sie eine Höhle gefunden, die sie vor dem herannahenden Unwetter schützen konnte. Der Eingang lag hoch über dem Boden, weit genug, um die Wogen des Hochwassers aufzuhalten. Hoch genug, um ihren Feinden den Weg zu versperren. Sie kletterte auf die seltsamen, glatten Steine im Inneren. Ein Bein nach dem anderen, rechts und links im Wechsel. Im hellen Tageslicht, das ihr durch die Öffnung folgte, erkannte sie den Abgrund und die Wand dahinter. Irgendwo dort würde sie sich einen Spalt suchen und das Wetter abwarten. Vielleicht dauerte es zwei, vielleicht auch vier Tage, dann konnte sie in die offene Welt zurück, sich einen Partner und ein Nest suchen. Der Abgrund war tiefer und die Strecke weiter, als sie vermutet hatte. Als sie die Wand erreicht hatte, war die Sonne bereits verschwunden und nur der Mond erleuchtete blass die glatten Steine im Inneren. Ab und an zuckte ein Blitz am Himmel. Ein langer, andauernder Blitz. Nicht das rasche Leuchten des Gewitter...

Scheckkartenspuckender Snackautomat

 Es war ein gewöhnlicher Donnerstagvormittag, so gegen elf Uhr, ich stand am Frankfurter Hauptbahnhof und wartete auf eine U-Bahn zum Willy-Brand-Platz. Ich war froh, in der urinverseuchten U-Bahn-Station zu sein. Draußen war es kalt und selbst auf den oberirdischen Bahnsteigen noch windig, doch hier in der Station staute sich die Luft, was eine gemütliche Wärme mit sich brachte. Mein Blick fiel auf die Anzeigetafeln für die U-Bahn-Linien. U5 in vier Minuten. Ich trottete zu den Rolltreppen, die unter der Station hindurch zu den S-Bahnen führen, um mir die polierten Kalksteine anzusehen, mit denen die Wände dort verkleidet sind. Auf einer der Platten sind eindeutig Fossilien zu sehen; mehrere, auch sehr große Gehäuse irgendwelcher Tiere, aber außer einer winzigen Schnecke kann ich keine der Formen irgendeinem Wesen zuordnen. Sie sehen aus wie riesige Pantoffeltierchen. Auf dem Weg zu den Kalksteinplatten kommt man an einem der Snackautomaten vorbei, die die Verkehrsbetriebe auf den...

Navi in Belgrad

 »Pjotr! Sie haben geantwortet! Ich kann sofort anfangen!« Marija wedelte mit dem Brief vor der Nase ihres Verlobten herum. Pjotr nahm ihr Handgelenk und drückte es sanft herunter. Er schüttelte den Kopf. »Ich bin immer noch der Meinung, dass an diesem Krankenhaus etwas nicht stimmt. Der Lohn ist zu hoch und sie bezahlen dir sogar das Hotel, damit du in der Probezeit in der Nähe wohnen kannst. Ich bitte dich.« »Du bist ein Griesgram. Freu dich lieber. Das ist die beste Stelle, die ich als Kinderärztin überhaupt bekommen kann.« »Vielleicht. Wenn du denn in dem Krankenhaus überhaupt noch Patienten haben wirst. Ist das nicht diese Säuglingsklinik mit Entbindungsstation? Wo in den letzten Wochen immer wieder Schwangere gestorben sind?« Marija seufzte, legte den Brief auf dem Tisch ab und setzte sich. Sie sah Pjotr tief in die Augen. »Ja, das ist die Klinik. Sie hatten ein paar Unglücksfälle in der letzten Zeit. Das kann in jeder Klinik passieren. Ich werde mir die Klinik jedenfalls ans...

Der Antipode

 Sie sah erst auf die große Bahnhofsuhr, dann auf ihre Armbanduhr und zuletzt auf ihr Handy. Der Bus war heute tatsächlich pünktlich gewesen und sie hatte noch Zeit, vor der Abfahrt ihres Zuges in den Bahnhofskiosk und zum Bäcker zu gehen. Die neueste Reiterzeitschrift, um unterwegs zu lesen und zwei Schokobrötchen und eine Flasche Cola, um das viel zu karge Frühstück auszugleichen. Sie konnte sich auch für die halbe Stunde vor der Abfahrt schon in den Zug setzen und ein wenig vor sich hindösen oder vielleicht sogar schlafen. Schlafen kostete weniger Geld und hatte weniger Kalorien als Zeitschriften und Schokobrötchen. Sie betrachtete den Zug, die Türen standen offen. Sie entschied sich dafür, einzusteigen und aus dem Fenster zu starren oder in ihrem Buch zu lesen, und hielt mit großen Schritten auf das Abteil zu. Die rote Lokomotive ließ zischend Luft ab, als Anette auf einer Höhe mit der Fahrertür war. Sie erschrak nicht, sie hatte immer das Glück, dass solche Dinge genau neben i...

Geisterjagd

 Wir hatten zusammen einigen grenzwertigen Blödsinn angestellt, Nina und ich, aber ich glaube, dass die Sache mit der Domäne Blumenrod das mit Abstand spektakulärste Bubenstück war. Wir waren, wie alle Teenager, auf Abenteuer aus und was lag näher, als ein verfluchtes Haus zu untersuchen? Nina hatte Geschichten über Geister in der Domäne aufgeschnappt, immer wieder erzählt und weiter ausgeschmückt. Das Gebäude war baufällig, mehrere Firmen hatten sich angeblich an der Renovierung versucht, und waren gescheitert. Angeblich weil jemand oder etwas die Bauarbeiten behinderte. Dabei war erst von Einbrechern die Rede, dann von Obdachlosen, Sekten, Geistern und schließlich Dämonen. Als die Geschichte nicht mehr zu steigern war, entschlossen wir uns, dem Ganzen selbst auf den Grund zu gehen. Wir beobachteten das Gebäude über mehrere Tage von unserer Seite des maroden Bauzauns aus, sammelten alle möglichen Gerüchte, lasen die Warnschilder und den Hinweis auf Denkmalschutz am Zaun und versuc...

Spuren im Zug

 Sie betrat wie jeden Morgen den Bahnhof. Es war kurz nach sechs Uhr und noch dunkel, obwohl man bereits eine Ahnung des nahenden Sommers haben konnte. Wie immer hatte sie den Weg vom Busbahnhof zu ihrem Zug im Laufschritt zurückgelegt. Es hatte wenig mit der Kälte oder der Dunkelheit zu tun. Auch der schlechte Ruf des Bahnhofsvorplatzes ließ sie kalt. Das Tempo ihrer Schritte war mehr eine Gewohnheit. Wie das Treppensteigen oder das Stehen an Haltestellen. Sie sagte sich immer, dass es diese Kleinigkeiten seien, die ihr erlaubten, niemals über ihre Essgewohnheiten nachdenken zu müssen und dennoch schlank zu bleiben. Der Zug war mit ihr gemeinsam eingetroffen, wie immer, wenn der Bus pünktlich an seinem Ziel angekommen war. Es war einer der großen, roten Doppelstockzüge, die die Deutsche Bahn auf ihren Nahverkehrsstrecken in der Nähe größerer Städte einsetzte. Sie wartete am ersten Wagen hinter der Lok, bis sich die Türen öffneten. Sie warf einen Blick auf die anderen Reisenden, fa...

Top Ten Thursday: 10 Bücher mit einem roten Cover

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 Hallo meine Mitgefangenen in der Welt der Buchstaben! Neue Woche, neues Glück oder so ähnlich. Es ist wieder ein Donnerstag und damit Zeit für eine Top-Ten-Liste. Das Thema der Woche: 10 Bücher mit einem roten Cover Die Aufgabe war deutlich schwerer, als ich erwartet hatte. Ich habe zwar etliche Bücher mit rotem Cover, aber das sind entweder Kochbücher, biologische Fachwälzer oder Bücher, bei denen der Schutzumschlag verloren gegangen ist. Passiert euch das eigentlich auch so häufig, dass der Schutzumschlag abhanden kommt? Ich hasse das. Ich hasse Schutzumschläge. Aber sei's drum. Hier ist das erstaunlich befriedigende Bild in Rot (und dunkelbraun):   Dieses Mal verzichte ich in der Liste auf eine Zusammenfassung, da ich die Hälfte der Bücher noch nicht gelesen habe. Was ein wenig schade ist, weil ich eigentlich gerne ein paar Worte darüber verliere. Aber die "Damen", "Dracula" und "Wolkenatlas" hatten wir sowieso vor ein paar Wochen schon und die bei...

Filmkritik: Saint Seiya - Die Krieger des Zodiak - Der Film

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 Hallo meine Mitgefangenen in der Welt der Buchstaben und Jebu an alle anderen, die der Titel hierherführt. Nach langen Jahren widme ich mich endlich mal wieder einer Filmkritik. Nachdem ich bei meinen vorletzten beiden Kinobesuchen schon überlegt hatte, einige Worte über die jeweiligen filme zu verlieren, ist mir das diesesmal ein großes Bedürfnis :-) Es handelt sich bei dem Film nämlich um die Live-Action zu Saint Seiya, ein Film, den ich seit Bekanntwerden der Dreharbeiten ein wenig mitverfolgt habe. Ich bin seit zwanzig Jahren Fan der Serie, die in Deutschland kaum bekannt ist, und erwarte eigentlich immer mit Schrecken, Spannung und einer gewissen Neugierde neue Erzählungen des Stoffes. Außerdem mag ich trashige Action- und Horrorfilme. Und dass das interantionale Kürzel für den Film KOTZ lautet, macht es nur noch besser. Also war ich gestern mit einem Freund, der ebenfalls Fan der Serie ist, im Kino. Pünktlich zur Premiere und der vermutlich einzigen Vorstellung. Gegeben, das...

Herbst (Flashfiction)

 Sie war mit den beiden Hunden im Wald unterwegs. Es war später Oktober, die Bäume um sie herum verloren nach und nach ihr gelbes und rotes Laub, sodass der Weg knöchelhoch bedeckt war. Die Hunde tollten ausgelassen im knisternden Laub, sie lief gedankenverloren durch den Wald. Der Weg schlängelte sich zwischen den Bäumen hindurch, ein Specht klopfte nach den letzten Insekten. Irgendwo hörte sie ein großes Tier im Dickicht, alles war friedlich.  An einer Wegkreuzung begegnete ihr ein älterer Mann. Er hatte einen großen Jagdhund bei sich. Angespannt pfiff sie nach ihren Hunden. Beide kamen ihr schwanzwedelnd entgegen, sie leinte sie an und sah auf den Mann. "Rüde?" "Kastriert", antwortete dieser lächelnd. Sie ließ ihre Hunde wieder frei laufen. Die drei Tiere beschnupperten sich gegenseitig und tollten dann gemeinsam durch das Laub. "Bin ich froh, er kann sonst nicht so toll mit Jagdhunden." Der Mann nickte nur. Sie gingen schweigend gemeinsam weiter den Wa...

Top Ten Thursday: Zehn beste erste Sätze

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  Hallo meine Mitgefangenen in der Welt der Buchstaben!  Es ist wieder ein Donnerstag und damit Zeit für eine Top-Ten-Liste. Das Thema der Woche: 10 Bücher mit einem besonders gelungenen ersten Satz. Zuerst wollte ich mich gar nicht an die Aufgabe setzen. Warum? Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich erste Sätze gut merken, oder ihnen eine größere Bedeutung beimessen. Ich mag letzte Sätze deutlich lieber. Erste Sätze lese ich, dann vergesse ich sie im allgemeinen Zusammenhang. Letzte Sätze bleiben hängen. Getreu dem Motto: Ich will nicht die erste Person sein, die du liebst. Ich will die letzte sein. Aber da die Analyse erster Sätze eine großartige Schreibübung ist, habe ich doch einen Tag damit verbracht, meine Bücher - und meine Wunschliste - durchzusehen und erstaunlicherweise deutlich mehr als zehn gute erste Sätze gefunden. Allein bei den Klassikern in meinem Regal sind so viele schöne Anfänge dabei. Also habe ich - mit einer oder zwei Ausnahmen - das Los entscheiden l...