Montag, 28. Dezember 2015

Das Flughafen-Gehirn

Aloha!


Die Feiertage sind vorbei, ich habe mich heillos überfressen und das alljährliche Chaos der Familienbescherung überlebt. Es ist jedes Jahr wieder schön. Ich ging von sechzehn Personen aus, die sich wie immer bei meiner Tante versammeln und planlos Geschenke austauschen.

Es wurden über zwanzig und gefeiert wurde in der Wohnung meines Cousins, dessen Wohnzimmer ungefähr ein Viertel der Fläche von dem meiner Tante hat. Man konnte sich am Ende vor lauter Geschenkpapier nicht mehr bewegen, was allerdings meine Nichte und meinen Neffen nicht daran gehindert hat, ihre neuen Skateboards auszuprobieren.

Zu schade, dass ich gerade keine Fotos davon griffbereit habe.


Was mich angeht, ich erwarte jetzt dieses furchtbar laute Fest Neujahr und bin gespannt, was 2016 so bringen wird. Viel schlimmer als das Ende von 2015 kann es nicht sein. Außerdem überlege ich, mein Weihnachtsgeld für einen Besuch im Europapark einzutauschen. Mal sehen.


Die Horror-Autobahn


Genau, das führt zum nächsten Punkt. Ich bin gestern in der Nacht nach Emmendingen gefahren. Also, bei Freiburg. Meine Freundin musste wieder nach Hause und ich habe beschlossen, dass man an Neujahr am Besten weit weg ist. Am liebesten in einem Land, in dem man kein Feuerwerk macht. Ich glaube aber, dass Baden-Württemberg dem nicht entspricht. Egal.


Jedenfalls haben wir die Strecke in erstaunlichen vier Stunden gechafft, trotz eines massiven Unfalls auf der Autobahn. Wirklich massiv. Zwei der beteiligten Fahrzeuge fehlten die Reifen.


Die Strecke nach Emmendingen führt von mir zu Hause übrigens an Frankfurt vorbei. Die A3 Richtung Frankfurt zwischen Limburg und Frankfurt ist die (verzeihung) beschissenste Strecke, die man in ganz Deutschland fahren kann. Ich spreche aus Erfahrung, ich habe, glaube ich, mittlerweile jede Autobahn mal befahren. Dieser Streckenabschnitt ist Folter. Nur die A66 zwischen Wiesbadener Kreuz und Frankfurt und die A5 um Eppstein herum können da mithalten.

Das Gehirn unter dem Flughafen


Wenn man aber auf dieser Strecke fährt, kann man ein seltsames Phänomen entdecken.

Hinter dem Frankfurter Flughafen ist die A3 leer. Bis zum Flughafen schieben sich die Autos beinahe gegenseitig vorwärts, danach ist plötzlich auf allen Spuren Platz.

Darüber hinaus entdeckt man um das Frankfurter Kreuz herum immer verwirrte Gesichter, als ob einige Autofahrer selber nicht mehr wissen, wie man dorthingelangt ist. Dies führt natürlich zu aggressiverem, überängstlichem Fahrverhalten mit all seinen Konsequenzen.

Wenn man selbst unkonzentriert die A3 entlangfährt, kann es zudem passieren, dass man ungewollt vor den Toren des Flughafens mit seinem Straßenlabyrinth endet.


Ich habe dazu ja eine Theorie. Sie stützt sich auf die ganzen Beobachtungen, die ich oben genannt habe:

Unter dem Frankfurter Flughafen befindet sich ein riesiges Aliengehirn, welches sich immer aufs Neue mit der Energie nichtsahnender Autos versorgen muss. Autos, nicht Menschen, denn zu Fuß erreicht man den Flughafen nur mit Mühe.


Das Gehirn schickt hin und wieder sogar Nachrichten an die umliegenden Flughäfen, vor allem in Richtung Rhein-Ruhr. Auf dem Weg nach Koblenz haben eine Freundin und ich nachts nämlich einmal eine kuriose Kolonne seltsamer Autos gesehen, die sich auf dem Weg nach Frankfurt, also auf der Gegenfahrbahn, befand.

Es handelte sich dabei um zwei dunkle Busse, die wir zunächst für Mannschaftsbusse einer Sportmannschaft gehalten haben. Dazu kamen allerdings drei Polizeiwagen mit Blaulicht, ein Feuerwehrwagen mit Blaulicht (alle ohne Sirene) und ein weißer PKW. Die gesamte Kolonne fuhr recht langsam auf der LKW-Spur dahin. Wir haben bis heute, einige Jahre später, nicht herausfinden können, wer oder was da in dieser Nacht die A3 entlanggefahren ist. Vielleicht waren es Botschafter des Flughafengehirns, wer weiß.


Viele Grüße und vielleicht berichte ich nach Neujahr aus dem Europapark ^^


Jo

Dienstag, 15. Dezember 2015

Weihnachten steht vor der Tür

Aloha


Ist der letzte Post wirklich schon im Oktober gewesen? Ich würde mich ja fr die Unregelmäßigkeiten entschuldigen, aber mir glaubt das vermutlich niemand. ^^


Was hat mich aufgehalten? Naja, eigentlich dasselbe wie immer. Unikram ist zeitraubend, vor allem, wenn man sich in zwei Seminaren und einem EDV-Kurs angemeldet hat, wo mehr als 99% der Arbeit zu Hause stattfinden. Dazu die versemmelte Prüfung im November, die das Ganze auch nicht einfacher macht. Ich bin zurzeit so im Stress, dass selbst meine Übungsaufgaben für die Schule des Schreibens darunter leiden.


Zum Glück aber nicht meine eigentliche Arbeit. Also einfach mal dazu:


Was ist in den letzten Wochen passiert?


Herausragendstes Ereignis war der NaNoWriMo, der National Novel Writing Month (zu deutsch: nationaler Romanschreibemonat, wobei das eine ziemlich internationale Veranstaltung ist). Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal mitgemacht und dabei eine nette neue Angewohnheit entwickelt: das Schreiben im Zug.

Tatsächlich schaffe ich es in der Regionalbahn nach Frankfurt locker 2000 Wörter in 40 Minuten zu schreiben, ein Tempo, das zu Hause einfach undenkbar ist. Mein NaNo-Projekt habe ich in der Zeit also locker fertigbekommen und das sogar, obwohl ich in der Woche nach dieser Prüfung eigentlich nichts auf die Reihe bekommen habe und mir zwei Wochenenden komplett verloren gegangen sind zum Schreiben, weil Freunde da waren. Davon, dass ich die ersten anderthalb Novemberwochen auch noch für die Prüfung gelernt habe und nebenbei zumindest an dem einen Seminarthema gearbeitet habe, ganz zu schweigen.


Ja, wenn ich so zurückblicke, war der November trotz der Prüfung ein sehr produktiver Monat.


Ich versuche jetzt, diesen Vorwärtsschub aufrechtzuerhalten, was vermutlich in den nächsten drei Wochen weniger einfach wird. Zum einen ist da der Bürokratiequatsch wegen der Uni, zum Anderen kommt meine Freundin über Weihnachten zu Besuch. Außerdem fällt in den drei Wochen meine neue Lieblingsschreibumgebung weg. Weihnachtsferien stehen an und ich werde einen Teufel tun, nur zum Schreiben im Winter mit dem Zug zu fahren. Dann schraube ich lieber das Pensum runter von 2000 auf 200 Wörter am Tag. Kleinvieh macht ja auch Mist.


Chinchilla-Alarm



Apropos Kleinvieh:


Ich habe ja zurzeit die Chinchillas meiner Freundin in Pflege. Ihre Worte waren ungefähr: »Mach, dass die sich anfassen lassen, du hast mehr Ahnung von der Erziehung von Nagern wie ich!«

Haha, sehr lustig. Das sind auch meine ersten Chinchillas. Also fleißig Wissen über die Tierchen angesammelt und ansonsten versucht, wie gehabt mit ihnen umzugehen.

Was ist das Ergebnis, seit Sommer? Ich kann Aladdin tatsächlich auf die Hand nehmen und hochheben und Jasmin, die Zicke, lässt sich mittlerweile selbst von meiner Mutter anfassen. Ich muss sagen, ich bin ein bisschen stolz auf mich. Ich hoffe nur, das hält und die Dicken verlernen nicht schlagartig alles, wenn Frauchen zu Besuch da ist.


Status-Update der derzeitigen Projekte


Für die Leute, die sich hauptsächlich für meine Bücher und nicht für meine flauschigen Mitbewohner interessieren (gibt es die überhaupt?), will ich auch eine kleine Statistik angeben.

Mein NaNo-Projekt, ein Science-Fiction-Thriller hat jetzt in der Rohfassung 52550 Wörter. Kein Witz, ich habe ein Talent für unkrumme Zahlen. Und eine Abneigung gegen das Wort »gerade«.

Darüber hinaus hat das Projekt sogar ein Arbeitscover, das mir persönlich auch enorm gut gefällt. Das möchte ich aber an dieser Stelle noch nicht zeigen. Wer weiß, ob es nicht das offizielle Cover werden wird.


Mein deutlich durchgeplanterer Gangsterroman kommt zurzeit auf 34987 Wörter, was auch ein ganz ordentlicher Umfang ist. Vor allem wenn man bedenkt, dass es sich um einen ersten Entwurf handelt und die Geschichte noch nicht abgeschlossen ist. Rein von der Kapitelzahl her befinde ich mich jetzt am Anfang des letzten Viertels, ungefähr.


Joa, das war es erst mal so weit und ich kann jetzt schon sagen, dass ich die nächsten Wochen ebenfalls nichts posten werde. Ich kann keine Posts vorarbeiten und dann fristgerecht posten, ich weiß dafür einfach nicht, was ich eigentlich reinschreiben will. Nicht Wochen vorher schon.

In diesem Sinne viele Grüße, alles Gute, frohe Feiertage einen guten Rutsch und was sonst noch dazugehört.
Wir sehen uns im neuen Jahr.

Jo

Montag, 12. Oktober 2015

Antiquarisches

Aloha

Schaut mal, was ich gestern auf dem Flohmarkt erstanden habe.
Ein Hörbuch mit afrikanischen Märchen, weil ich Märchen aller Art gerne lese/ höre und mir eigentlich nur Afrika und Amerika in meiner Sammlung fehlen. Jetzt hab ich wenigstens aus Afrika ein bisschen was.

Viel interessanter sind die beiden Bücher. Ich mag ja alte Bücher, selbst wenn ich sie nicht mehr lese/ lesen will/ lesen kann. Die beiden Stücke sind 80 bzw. fast 100 Jahre alt. Erscheinungsdatum laut Impressum bei dem blauen Buch: 1939, bei dem hellen 1920.

Beide Bücher sind in einem klasse Zustand, wenn man ihr Alter bedenkt und die Tatsache, dass sie nunmal Gebrauchsgegenstände waren. Sprich, sie wurden ein paar Mal während ihres Daseins gelesen, was man ihnen auch ansieht.
Nichts destotrotz sind 50 Cent überraschend wenig Geld (pro Buch).

Allerdings wird selbst lesen eher anstrengend, die Schrift kann ich zwar lesen, aber sie ist einfach ungewohnt. Darüber hinaus habe ich vor dem älteren Buch einen gewissen Respekt. 100 Jahre altes Papier wirkt einfach immer so zerbrechlich.

Gibt es unter meinen Lesern noch in paar mehr, die alte Bücher um des Habens Willen kaufen und horten? Oder bin ich die Einzige, die sich darüber freut, dass sich das Alter ihres ältesten Besitztums mal eben verdoppelt hat? Was sagt ihr zu dem Preis?

Viele Grüße
Jo

P.S.: Entschuldigt die Bildqualität. Es war spät, dunkel und natürlich waren die Batterien meiner Kamera hinüber, so dass ich mit dem Handy fotografieren musste. Bei Interesse reiche ich aber gern bessere Bilder nach ^^

Sonntag, 11. Oktober 2015

So lange her

Aloha

Wow, schon wieder solange her seit dem letzen Eintrag. Zum Blogger binich wahrlich nicht  geboren, aber was soll's. Im Moment tue ich mich ohnehin  mit dem Schreiben schwer, dabei liebe ich meine Ideen. Sowohl die Geschichte um meinen Bassisten einer japanischen College-Band als auch mein NaNoWriMo Projekt liebe ich.
Ja, zwei Projekte. Eigentlich vier, für den NaNoWriMo hab ich mich immer noch  nicht entscheiden können, was ich nehmen werde. Aber es sind ja noch ein paar Tage hin. Die Frage ist eigentlich nur: Science-Fiction, Fantasy oder doch wieder was in Richtung Krimi/Thriller?

Der Witz ist ja, dass ich eigentlich keine Krimis oder Thriller schreiben kann und das immer eher in Human Drama ausartet. Oder wie das Genre bei Büchern heißt.

Ansonsten: Im Moment bin ich mehr dabei, AMVs zu schneiden, bis Halloween müssen noch ein paar fertig werden, damit ich meine Gäste foltern kann *lach* Außerdem stehen zwei Nachprüfungen aus, drückt mir also die Daumen. Und dann ist da noch der Kartierbericht. Apropos, davon wollte ich auch erzählen, oder? Bei Gelegenheit.

Vielleicht sollte ich hier auch Kinofilme reviewen? In letzter Zeit hab ich ein paar gute gesehen *grübel*

Und die Chinchillas sind bei mir eingezogen. Ich h ätte nie gedacht, dass es so laute Nagetiere gibt *lach* Aber ich mag sie beide und sie haben sich gut eingewöhnt. Langsam kann ich über den ersten Zimmerauslauf nachdenken, glaube ich. Ich habe im Moment noch etwas Angst um meine Möbel, Jasmin soll ja so eine Zerstörerin sein ...

Gruß und bis bald

Rocket

Donnerstag, 27. August 2015

Kindle Gratisaktionen und das weitere Vorgehen

Aloha


Es mag ja sein, dass den Gratisaktionen bei Amazon nicht mehr viel Erfolg zugesprochen wird, auch, weil Amazon jetzt (sinnvollerweise), die Geschenke von den Verkäufen getrennt hält. Aber trotzdem bin ich erstaunt. Seit Beginn der Gratisaktion für Totes Blut wurden fast 200 Exemplare runtergeladen und das in gerade Mal 24 Stunden und ohne zusätzliche Werbung. Verkaufsrang 9 in gratis Krimis und gratis Fantasy, Verkaufsrang 93 in gratis Allgemein.

Vielleicht sollte ich nicht zufrieden sein, aber ich bin es. Naja, noch nicht. Ich hoffe ja auf die eine oder andere Bewertung und Rezension, denn meine Betaleser lassen sich mit ihrer Wertung ja leider unglaublich Zeit. Wobei ich gestehen muss, dass die eine Reaktion darauf so begeistert war, dass ich dazu gar keine Rezension haben mag *lach* Das sieht sonst gefälscht aus.


Zurück zum Thema: Wer Interesse an Totes Blut hat, kann ja gerne mal reinschauen und ein Exemplar mitnehmen, nur nicht vergessen, es anschließend zu bewerten. Neil und Suchbaatar freuen sich bestimmt ^^



Zu meinem weiteren Vorgehen:
Ich habe hunderttausende Ideen auf dem Tisch liegen, muss in meinem Fernstudium (und in meinem richtigen Studium) voranarbeiten, »Das Orakel« will noch fertig überarbeitet werden und Privatleben ist ja auch noch da. Viel zu tun also.


Ich plane, mit »Das Orakel« bis Oktober fertig zu sein, damit es auch tatsächlich am erzaehlesuns2 Wettbewerb auf Wattpad teilnehmen kann, aber ich komme nur langsam voran. Mir fehlt der Vorleser.


Die anderen Ideen dagegen nehmen ein wenig Gestalt an. In meinem Thriller (?) - ich bevorzuge immernoch den Ausdruck »Human Drama«, wenn ich ehrlich sein soll, denn Thriller kann ich nicht schreiben - bin ich an den Charakterbögen, damit ich auch ja nichts vergesse.

Danach Szenen zusammensuchen und es kann losgehen mit dem ersten Entwurf. Ich freue mich enorm drauf.

Die zweite Idee ist ein lustiger, ziemlich wirrer Science Fantasy Kram, eine Geschichte um Verrat und Spionage, Glaube und Selbstzweifel und ein fieses Regime auf einem fremden Planeten in einer interessanten Umgebung. Mehr mag ich dazu noch nicht sagen, ich fange da jetzt erst mit meiner Schneeflocke an und vielleicht sogar parallel gleich an einem dritten, sehr ähnlichen Werk (es könnte passieren, dass beide Ideen noch zusammenfließen, deshalb ausnahmsweise soviel auf einmal).


Ja, das war es dann auch soweit von meiner Seite. Ah, nein. Meine letzte verbleibende Ratte ist umgezogen, in den Quarantäne- und Babykäfig, denn nächsten Monat brauche ich die Voliere für zwei »Pensionsgäste« von etwas größerem Kaliber. Sorry, Nelson.







Gruß
Rhada


Freitag, 21. August 2015

Totes Blut bei KDP

Aloha

Heute muss ich mal ein wenig Werbung in eigener Sache machen, beim nächsten Mal erzähle ich dann, wo ich die letzten Tage war. Naja, eigentlich kann ich das auch jetzt schon, aber ich glaube "Kartierkurs" zu erklären benötigt doch ein paar Zeilen mehr.

Deswegen dann doch lieber nur etwas Werbung.
"Totes Blut" (Arbeitstitel war "Blutesrache") ist endlich fertig und seit heute als eBook über Amazon zu beziehen. Genauer gesagt findet ihr es hier.
Um was geht es in dem Roman genau?

In Newmarket in der Nähe von Camebridge werden seit einiger Zeit Leichen gefunden, die offenbar an Anämie gestorben sind. Seltsamerweise sind sich die Pathologen einig, dass sämtliche Toten bereits vor ihrem Ableben tot waren.
Diese seltsamen Fälle wecken das Interesse des Biochemikers Neil Cohen, der sich gemeinsam mit seinem Vampirfreund Marquez daran macht, die Todesfälle aufzuklären, die sich bald als gezielte Morde an Vampiren entpuppen. Irgendjemand verteilt ein Gift in der Vampirgesellschaft der Gegend.

Gleichzeitig zu den Vorfällen beschließt Phineas Hunting, ein alter und sehr konservativer Vampir, den Rat, die Regierung der hiesigen Vampire zu stürzen. Da er selbst nicht die Stärke hat, allein und offen gegen drei andere Vampire zu kämpfen, sucht er die Unterstützung eines mächtigen Wesens. Doch dieses lehnt nach seiner Erweckung das Angebot Phineas' ab und geht seiner eigenen Wege.

Und warum sollte ich das lesen?

Naja, ganz einfach. Sowohl Neil als auch Suchbaatar, das mächtige Wesen, sind unglaublich ehrliche, sympathische Charaktere. Finde ich jedenfalls. Davon abgesehen ist mir bislang noch keine Mischung aus Vampirroman, Thriller und Krimi untergekommen. Durchweg alle Vampirromane, die ich kenne (und ich schließe Bram Stokers großartiges "Dracula" mit ein), sind eigentlich Liebesromane. Allein deswegen finde ich, dass "Totes Blut" einen Blick wert ist.

So, genug Selbstbeweihräucherung. Beim nächsten Mal gibt es dann einen Artikel, der euch vielleicht meinen Kartierkurs nahebringt und in spätestens einem Monat werde ich euch vollheulen, weil Saint Seiya - Soul of Gold abgeschlossen sein wird. Eigentlich könnte ich das auch jetzt schon, weil es ja nur noch drei Folgen sind. Aber egal.

Bis zum nächsten Mal

Rocket


Donnerstag, 6. August 2015

Überarbeiten

Aloha

Ich dachte mir, ich mache heute einfach mal ein kleines Statusupdate zu meinen derzeitigen Romanwerken. Da beide ja an Wettbewerben teilnehmen sollen, habe ich ernst zu nehmende Abgabezeiten einzuhalten.

»Blutesrache« hat jetzt endlich einen endgültigen Titel bekommen und zur Zeit befindet sich das Cover in Arbeit. Ich hab schon ein paar Vorabbilder des Schaffensprozesses und muss sagen, ich bin so weit schon sehr zufrieden damit.

Ansonsten ist meine Vampirgeschichte fertig, ich warte nur noch auf eine Rückmeldung zum ersten Kapitel.

Die Überarbeitung des Vampirkrimis hat mir ziemlich viel Spaß gemacht, muss ich zugeben. Die Geschichte war vorher unfertig, mit riesigen Löchern und zusammenhanglosen Passagen, aber gleichzeitig ausgereift genug, dass ich nicht komplett neu schreiben musste. Ich habe in den letzten sechs Wochen den Umfang verdoppelt, endlich alle Handlungsstränge zu Ende gebracht und eine Freundin zweimal damit genervt, dass ich ihr das gesamte Manuskript vorgelesen habe.

Ich kann nur bestätigen: Laut lesen hilft. Da ich ungern vor mich hin laut lese, war es natürlich großartig, dass sich besagte Freundin für die Geschichte interessiert hat. Skype ist ein guter Freund geworden. *lach*

Jedenfalls ist es fertig und ich kann meinen Abgabetermin einhalten.




Ein wenig anders sieht es mit "Das Orakel" aus, der Story für den Wattpad-Wettbewerb. Hier lese ich im Moment niemandem vor, gleichzeitig ist der größte Teil der Überarbeitung nur nerviger Feinschliff. Ich bin kein Mensch für Feinarbeiten, selbst beim Schreiben nicht. Rocket ist ein Grobmotoriker, so.

Hier einen Satz umstellen, da einen treffenderen Ausdruck finden, noch ein bisschen kürzen oder ein winziges Stück erweitern - das ist alles einfach nicht meins. Vor allem wenn, wie beim Orakel, die Geschichte keine größeren Lücken mehr aufweist und eigentlich schon abgeschlossen ist. Es ist erstaunlich, wie viele Kleinigkeiten ich beim Überarbeiten noch übersehen habe.

Aber laut meinen Testlesern funktioniert die Story wohl doch und das ist gut so. Ihr könnte euch ja auch gerne selbst ein Bild machen, ich freue mich über Vorschläge, bevor die Einreichungsfrist zu Ende ist. *lach*

Zurzeit arbeite ich an Kapitel 9 von 18, ich habe also noch ein bisschen was vor mir vor Oktober. Aber ich hoffe, dass ich im September noch mal zum Vorlesen komme. Ich muss einfach, vor allem, weil mich die nächsten Projekte schon wieder kitzeln.

Gut, man liest sich dann beim nächsten Mal.

Rocket

Freitag, 31. Juli 2015

Ach Ja - Das Orakel

Aloha


Jaja, ich bin wirklich ein miserabler Blogger. Ich sollte das hier einfach genauso als Statusupdate behandeln wie Twitter und Facebook, vielleicht würde ich es dann öfter beachten. Aber das wollte ich gar nicht erzählen.

Im Moment bin ich dabei, eine meiner Geschichten auf Wattpad zu veröffentlichen, natürlich mit dem »erzaehlesuns2«-Wettbewerb im Auge. Das Orakel braucht dafür noch ein paar Leser und Kommentare und natürlich ab dem 15.10. auch einen Haufen Likes, die sind aber jetzt erst mal unwichtig.
Wenn sich jemand hierher verirrt, würde ich mich jedenfalls sehr freuen, wenn er die Geschichte lesen und kommentieren würde. Sie muss euch ja nicht gefallen, das ist gar nicht die Voraussetzung. Ich will nur wissen, was euch warum nicht gefällt, das ist alles.

Hier ein kurzer Abriss, um was es eigentlich geht:

Der junge Prinz Keut leidet unter heftigen Albträumen und beschließt gegen den Willen seiner Eltern das Orakel des Nachbarlandes nach Hilfe zu fragen. Ähnliche Träume machen auch der jungen Eha zu schaffen, deren Mann sie ebenfalls zum Orakel schickt. Beide erfahren dort von einem Streit der beiden Götter Kalmoo und Nisha und das nur sie das Ende der Welt aufhalten können. Keut schließt sich ohne Zögern den Truppen Nishas an und zieht in den Krieg gegen den Totengott Kalmoo. Eha hingegen zögert. Was wollen die Götter von ihr? Warum soll ausgerechnet sie eine Auserwählte sein? Als sie auf dem Nachhauseweg zwölf Lichtgestalten trifft, klären sich ihre Fragen, doch dafür ändert sich ihr Blick auf die Welt und auf die Götter. Eha folgt den Lichtgestalten, in der Hoffnung, die Katastrophe, die von Keut ausgeht, noch abwenden zu können.


Und hier der Link zu der Geschichte (deren Kapitel ich nach und nach auffüllen werde):

Das Orakel auf wattpad

Das war’s dann für jetzt auch erst mal, denn mein Mongole wartet auf mich und will überarbeitet werden. Man sieht sich.


Rocket

Donnerstag, 23. April 2015

Die hessische Fahrkartenverordnung

Guten Morgen. Oder so ähnlich.

Ich habe am Montag etwas kurioses gelernt: In Hessen dürfen in Zügen keine Fahrkarten verkauft werden. Weder durch Automaten noch durch Personal. Warum weiß kein Mensch. Aber das Rhada wäre nicht das Rhada, wenn es sich darüber keine Gedanken machen würde. Die ösung war denn auch verblüffend einfach. Lest selbst.


An einem sonnigen Dienstagmorgen im Mai trafen sich der hessische Verkehrsminister Brummbrumm, der Bahnchef Tschutschu, der Vorsitzende der Vectus-Gesellschaft Vectu und der Chef der hessischen Landesbahn Helba in einem Café in Wiesbaden. Brummbrumm hatte die drei anderen Männer zu einem inoffiziellen Gespräch bestellt und so saß die Runde nun zwischen Hausfrauengrüppchen und Rentnern, die ihr Frühstück einnahmen. Herr Tschutschu rollte mit den Augen, sein Blick irrte im Raum umher.

»Ich bin nicht gern unter Leuten«, brummte er schließlich und sah Brummbrumm an: »Worum geht es, Herr Minister?«

Brummbrumm hielt ein Glas mit Vanille-Moccha-Latte umklammert, dessen Sahnehaube mit bunten Zuckerstreuseln dekoriert war und schwieg. »Das würde ich auch gerne wissen. Um diese unchristliche Uhrzeit«, gähnte Herr Vectu. Herr Helba schenkte dem Gespräch keine Aufmerksamkeit. Er versuchte stattdessen, die Kellnerin anzugraben. Schließlich stellte Herr Brummbrumm sein Glas ab und antwortete: »Meine Herren, wir sind hier, weil mir unglaubliche Dinge zu Ohren gekommen sind. In den Zügen der Privatbahnen - Herr Helba, hören Sie mir bitte zu!«

Herr Helba drehte den Kopf zu Herrn Brummbrumm, dieser fuhr fort: »In den Zügen der Privatbahnen soll es Fahrkartenautomaten geben.«

»Ungeheuerlich!«, warf Herr Tschutschu ein. Die Herren Vectu und Helba zuckten gemeinschaftlich mit den Schultern. Herr Vectu deutete auf Herrn Helba und sagte: »Das war die Idee der Landesbahn, Herr Minister Brummbrumm. Wir haben nur nachgezogen.«

»Wir dachten«, erklärte Herr Helba: »Wir sichern uns einen Vorsprung in Sachen Kundenfreundlichkeit. Nachdem die Bahn ja Aufschläge auf im Zug verkauften Tickets nimmt.«
»Als ob Ihnen das etwas bringen würde, solange Sie auf unserem Schienennetz unterwegs sind!«, entgegnete Bahnchef Tschutschu. Herr Helba zuckte erneut mit den Schultern. Minister Brummbrumm winkte ab. Er nahm einen Schluck von seinem hippen Latte und fuhr fort: »Jedenfalls sollen die Fahrgäste mit dem Bedienen der Geräte überfordert sein. Sie akzeptieren keine Scheckkarten und nur den kleinsten folgenden Schein.«

»Sicherheit gegen Fälschungen«, erwiderte Herr Vectu knapp. Herr Helba nickte beipflichtend. Brummbrumm schüttelte den Kopf. »Sie müssen etwas daran ändenr, meine Herren. Die Hessen fahren sonst alle noch schwarz.«

»Oder schlimmer: Sie erwarten, in allen Zügen Fahrkarten kaufen zu können!« Das Entsetzen im Gesicht des Bahnchefs war echt.

»Wir brauchen eine bessere Lösung«, sagte Brummbrumm. Die Männer schwiegen eine Weile. Schließlich antwortete Herr Vectu: »Die Hessen könnten sich daran gewöhnen? In anderen Bundesländern ist das auch kein Problem?«

»Der Altersdurchschnitt in Hessen ist dafür zu hoch.« Tschutschu tippte sich nachdenklich mit dem Finger gegen das Kinn: »Eine Fälschungsprüfung in die Automaten einbauen?«

»Viel zu teuer«, knurrte der Vectus-Vorsitzende. Wieder Schweigen. Der Minister hatte derweil seinen Latte ausgetrunken. Er blickte auf die letzten Streusel in seinem Glas und versuchte, sie mit dem Löffel herauszufischen. Dabei sagte er: »Dann ist es beschlossene Sache. In Hessen werden im Zug keine Fahrkarten mehr verkauft, basta. Nicht von Automaten, nicht von Zugpersonal. Karten nur am Schalter und auf den Bahnsteigen.«

»Heißt das etwa, dass wir die Schalter besetzen müssen?«, entgegnete Tschutschu erschrocken. Brummbrumm steckte sich den Löffel mit den Streuseln in den Mund. Er schüttelte den Kopf. »Baf hab if niff gefagt.«

Tschustschu entspannte sich wieder. Herr Vectu sah besorgt in die Runde. »Ich weiß nciht, die Automaten ausbauen ist auch blöde. Ich meine, in Rheinland-Pfalz und NRW klappt das doch ganz gut ...«

»Ich kann Ihnen nicht verbieten, wie sie Ihre Fahrkarten in anderen Bundesländern vertreiben, Herr Vectu. Meinetwegen sperren Sie halt nur hessische Ziele an den Automaten.« Der Minister zuckte mit den Schultern. Herr Vectu und Herr Helba nickten. Beide griffen nach ihren I-Phones, um ihre IT-Mitarbeiter anzurufen. Ab heute würden die Automaten nur noch Ziele außerhalb Hessens bedienen. Und aus diesem Grund kann man überall in den Zügen Fahrkarten kaufen, nur nicht in Hessen.



Liebe Grüße und noch eine schöne Restwoche!

Sonntag, 22. März 2015

Mutter-Theresa-Komplex?

Aloha

Ich habe eine gewisse Vorliebe, meinen Charakteren Lieder zuzuschustern. Die Idee der so genannten Image-Songs habe ich aus diversen Animes und ich muss gestehen, es macht Spaß, Lieder zu finden, die zu bestimmten Charakteren (oder deren Lebensumständen) passen. Angefangen hat das alles vor Jahren, als ich versucht habe, das Leben meines geliebten Feig quasi in ein Musical zu verwandeln. Seit diesem Tag rennen mir die Assoziationen zwischen Charas und Liedern wirklick manchmal die Türen ein.

Das betrifft sowohl eigene Charaktere und Stories als auch fremde, zu denen ich eine gewisse Beziehung aufgebaut habe. Berüchtigt dürften wohl meine Enzai-CDs in meinem Lieblings-RPG-Forum sein *lach* Hier versuche ich mich an der musikalischen Charakterisierung aller beteiligten Charas.

Aber eigentlich wollte ich mit der Geschichte auf etwas Anderes heraus. Weil ich gerade daran sitze, meinen liebsten "geklauten" Chara zu vertonen: Aslan Jade Callenreese aka Ash Lynx aus "Banana Fish" (Manga von Akimi Yoshida). Ash ist ein unglaublich lebendiger und inspirierender Charakter, den ich auch gerne mal als "Testobjekt" ausleihe und der in meinem Kopf entsprechend viele Facetten bekommen hat. Wobei das Original schon sehr vielschichtig ist. Entsprechend viele Ideen für passende Lieder habe ich für den guten Mann (der im RPG Masters auch schon eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Er bzw. auf ihm basierende Charas passen halt einfach überall rein ^^).

Beim durchgucken meinder Liederliste für ein kleines Fanvideo (für mich und meine Hauptspielpartnerin) ist mir aber etwas aufgefallen: Die Lieder, die zu Ash passen, passen häufig auch zu anderen Charakteren, die ich wirklich gerne habe. Vor allem zu solchen, die nicht aus meiner Feder stammen, sondern deren "Leiden" ich mir einfach gerne ansehe. Ikki und Saga aus "Saint Seiya" (Masami Kurumada) vor allem.
Natürlich habe ich angefangen, darüber nachzudenken, was die verschiedenen Charaktere eigentlich gemeinsam haben. Vor allem, weil ich Ikki und Saga nicht so verinnerlicht habe und sie entsprechend "flach" und einseitig in meinem Kopf vorliegen. Die Ähnlichkeiten sind eigentlich augenfällig: Alle drei Charaktere sind unglaublich tragisch. Ash wurde als Kind Opfer von Missbrauch und kam Zeit seines Lebens aus der Opferrolle nicht heraus. Ikki musste im Alter von vier Jahren die Verantwortung für seinen kleinen Bruder übernehmen, wurde später misshandelt und kann zu allem Überfluss nicht einmal sterben. Saga leidet darunter, dass er in seiner Jugend versucht hatte, seine Königin zu töten, um selbst Herrscher zu werden (von dem Problem mit sienem Bruder ganz abgesehen).

Für alle drei Charas ist das Leid essenziell für die Story. Mehr noch *SPOILER* alle drei Charas zerbrechen daran. Ikki überlebt es zwar (klar, wenn man unsterblich ist), aber auch er ist ein gebrochener Charakter.

Die Frage für mich ist jetzt: Warum habe ich offensichtlich eine Affinität zu kaputten Charas? Hat es mit dem Sadismus zu tun, den man als Autor besitzen muss? Immerhin geht es darum, seine eigenen Kreationen durch die Hölle zu schicken, auf die eine oder andere Art. Haben Yoshida und Kurumada ihre Arbeit so gut erledigt, dass man die Kreationen einfach nur bewundern kann für das, was sie sind? Wenn ja, warum bewundere ich dann bei Kurumade nur zwei von etlichen tragischen Charakteren (die zum Teil viel besser ausgearbeitet sind als Saga)?
Oder ist es Mitleid mit den Charakteren? Eine Art "Mutter-Theresa-Komplex"? Habe ich das Bedürfnis das Leid dieser Charas zu beenden, weil es so unglaublich groß erscheint? Bei Ash vielleicht. Immerhin adaptiere ich Teile seines Charakters, teilweise auch Teile seiner Story für meine RPG-Charas. Dagegen spricht, dass ich ihn dann wieder in dieselben oder sehr ähnliche Situationen hineinlaufen lasse (aus denen er noch kaputter hervorgeht, als das im Original der Fall ist).
Will ich von den Darstellungen lernen?

Warum ziehen manche Charaktere überhaupt die Aufmerksamkeit der Leser/ Zuschauer so sehr auf sich, während andere untergehen? Ich weiß, dass ich nicht der einzige Fan dieser drei Charas bin, sondern sie mit einer wirklich sehr großen Fangemeinde teile.

Eine Antwort kann ich darauf nicht geben. Ich kann nur hoffen, durch die Beschäftigung mit solchen offenbar herausragenden Charakteren selbst bessere Charaktere erschaffen zu können. Saga ist ein schönes Beispiel, dass man nicht unnötig viel über einen Charakter wissen muss, um ihn zu bewundern.
Und keine Angst, ich werde Charaktere, die mich begeistert und inspireirt haben, in meinem persönlichen Charakterkurs vorstellen. Ich glaube nämlich, dass man durch nichts Charaerstellung so gut lernen kann wie durch Charakteranalyse ^^

Zu euch:
Welche Charaktere faszinieren euch? Warum? Was sind ihre Gemeinsamkeiten? Was unterscheidet sie? Seid ihr schon einmal einem (fremden) Chara begegnet, der euch einfach nicht mehr losgelassen hat?

Samstag, 14. März 2015

Der "biologische" Aufbau einer Geschichte

Aloha

Bevor ich zu meiner Serie über die Szene komme, möchte ich kurz klarstellen, wie ich eine Geschichte strukturiert sehe. Da ich naturwissenschaftlich ausgebildet bin, nutze ich ein hierarschisches System (ähnlich dem Konzept der Biologen oder dem der Geologen). Dabei sortiere ich allerdings "umgekehrt" also vom Feinen zum Gröberen.

  1. Handlungseinheit (MRU; nach  Randy Ingermanson)
  2. Szene/ Sequenz
  3. Kapitel
  4. Abschnitt
  5. Roman

Mit der MRU möchte ich hier erstmal niemanden belasten.In der Serie wird es um die Szene (bzw. Sequenz, die sich im Grunde genauso aufbauen lässt) gehen. Mehrere MRUs geben eine Szene, mehrere Szenen ein Kapitel, mehrere Kapitel einen Abschnitt. Und schließlich mehrere Abschnitte einen Roman.
Dabei kann man theoretisch die Kapitel auch außen vor lassen. Ich habe sehr gute Romane ohne Kapitelgliederung gelesen. Aber das ist Geschmackssache. Der Leser wird eine Einteilung in Kapitel in aller Regel zu würdigen wissen, weil er dann sicher weiß, wo er eine Pause einlegen kann. Immerhin steht die Pause im Inhaltsverzeichnis ^^

Die Szene - Teil 1

Aloha

Ich beginne heute mit meiner Serie über das Plotten. Üblicherweise wird man in anderen Blogs folgenden Aufbau vorfinden: Vom Groben zum Feinen, wobei meiner Meinung nach die feinen Einheiten immer etwas zu kurz kommen. Deswegen, und weil es mir beim Schreiben mehr liegt, "jeden Mist" zu planen, mache ich das Ganze umgekehrt.

Also beginnen wir hier mit dem vermutlich wichtigsten Bestandteil einer jeden Geschichte (gleichgültig, mit welchem Medium sie erzählt wird): Der Szene.

Als ich zum ersten Mal davon gehört habe, einen Roman in Szenen zu gliedern hatte ich ein Definitionsproblem. Ich kannte den Begriff der Szene bereits aus Theater und Film. Hier ist der Begriff sehr klar definiert. Zur Szene im Film sagt Wikipedia Folgendes:

"Zum Beispiel sind Teile einer Filmhandlung am gleichen Drehort, die zu verschiedenen Zeiten spielen, auch verschiedene Szenen. Ebenso sind parallel ablaufende Handlungen an verschiedenen Orten in der Regel getrennte Szenen, außer sie wären durch Telefon, Video etc. miteinander verbunden. Auf Traumsequenzen etc. lässt sich eine konventionelle Szeneneinteilung oft nicht anwenden."

Im modernen Theater wechseln die Szenen in der Regel mit den Auftritten/ Abgängen der Figuren. Diese Definitionen sind deutlich und leicht verständlich. Insbesondere, wenn man das Dreh- oder Szenenbuch vor sich liegen hat. Viele Artikel über Szenen in einem Roman, die ich gelesen habe, beschreiben diese analog zu einer Filmszene. Lustigerweise wird sehr häufig auf denselben Websites behauptet, dass man es tunlichst vermeiden soll, ein Buch wie einen Film aufzuziehen.

Um eine Antwort auf meine Frage, was genau eigentlich eine Szene in einem Roman ausmacht (und damit auch: Wie ich sie aufbaue) zu finden, habe ich dann versucht, Bücher daraufhin zu analysieren. Ein recht schwieriges Unterfangen. Manchmal enden Szenen in einer Leerzeile. Leider nicht immer.
Ein zentraler Punkt des Szenenwechsels in einem Roman ist der Wechsel der Perspektive. Leider lässt sich dieses Mittel auch nicht immer zuverlässig heranziehen. Entweder es wird nur in einer Perspektive erzählt oder die Perspektiven ändern sich nur kapitelweise. Mitunter kann ein Szenenwechsel auch als Stilfehler aufgefasst werden.
Wie man sieht, ist eine Antwort auf die Frage, was genau eine Szene in einem Roman ausmacht und woran ich sie erkennen kann, schwer zu geben. Ich habe für mich eine Liste aus Punkten angelegt, die eine Szene kennzeichnen KÖNNEN. Wichtig dabei ist, dass nicht immer alle Punkte auftreten und auch nicht alle Punkte obligatorisch sind.

  • Gleichbleibende Sichtweise (obligat.)
  • Sinnzusammenhang (obligat.)
  • Gleichbleibende Charaktere
  • Gleichbleibender Ort
  • Gleichbleibende Zeit
Die drei letzten Punkte können, müssen aber nicht eine Szene charakterisieren. In Romanen gibt es häufig Szenen, bei denen die Teilnehmer wechseln, reisen oder warten. Dabei können auch Zeit- oder Ortssprünge noch Teil der Szene sein. Hier zeigen sich häufiger Leerzeilen oder Kapitelenden, wenn eine Szene beendet wird.
Problemeatisch wird es auch dadurch, dass es neben Szenen noch Sequenzen gibt, die prinzipiell ähnlich aufgebaut sind und den gleichen Zweck erfüllen, jedoch anders gekennzeichnet sind. Insgesamt sollte man beachten, dass der Begriff der Szene in modernen Romanen stark vom Begriff der Szene im Film geprägt ist (die meisten Schreibratgeber sind und waren für Drehbuchautoren!).

Im nächsten Teil der Serie möchte ich dann aufzeigen, nach welchem Vorgehen ich persönlich meine Szenen aufbaue. Als Szene bezeichne ich im weiteren Verlauf jegliche Art von Sinneinheit unterhalb des Zusammenhangs eines Kapitels (und oberhalb der Ebene der MRUs, auf die ich später kommen werde).

Montag, 9. März 2015

Das Konzept von Schreib-Welten

Aloha

Endlich, nach nochmals sehr, sehr langem warten, habe ich ein Konzept für mein Blog gefunden. Auf manche Leute wird es vermutlich etwas wirr und willkürlich wirken, aber ich möchte einfach gerne alles behandeln, was irgendwie "Story" in sich trägt. Darunter fallen für mich Berichte über meine persönliche Leidenschaft, den ESC genauso wie Rezensionen zu Videospielen, Filmen und Büchern. Ich werde allerdings kein Reziblog machen.
Das Hauptaugenmerk von Schreib-Welten soll und wird auf meinen Erfahrungen beim und mit dem schriftstellerischen Leben handeln. Sicher, darüber gibt es auch schon unzählige Blogs, ich hoffe, mich durch meine Quellen etwas abheben zu können. Zunächst plane ich zwei Serien zu den beiden wichtigsten Ponkten eines Romans (oder auch einer längeren Geschichte): Eine Serie zum Plot und eine zum Charakterbau. Beim Plotten möchte ich mich besonders auf die Szene konzentriern, gerade zum gezielten Plotten einer Szene im deutschsprachigen Raum kaum Literatur gibt.

Viele Grüße euch allen

Rhada