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Es werden Posts vom 2016 angezeigt.

Johnny

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Die Straßenzeile zog sich endlos hin. Rechts Hochhäuser, links Hochhäuser und dazwischen ein Fluss aus Asphalt, über dem die Luft trotz der herbstlichen Temperaturen waberte. Eine junge Frau und ihre Mutter spazierten auf dem Bürgersteig durch die Stadt und unterhielten sich über Belanglosigkeiten. Keine der beiden schenkte der Umgebung Aufmerksamkeit und so bemerkten sie nicht, dass sich vor ihnen eine Lücke in den Wänden aus Stahlbeton auftat. Zwischen den Giganten aus Glas und grauer Fassade brach das Sonnenlicht gleißend auf die Straße. Es überflutete einen mit Kies bestreuten Platz, kroch über Blumenbeete und durch die Lücken eines Zaunes und badete ein holsteinisches Bauernhaus in warmem Weiß. Foto: S. Sander Die beiden Frauen blieben stehen, als sie die Auffahrt zu dem Gehöft erreicht hatten, und blickten sich um. Roter Backstein, ein reetgedecktes Dach, eine bunt bemalte Eingangstür. An das eineinhabstöckige Haus fügte sich ein längliches Gebäude an, welches von einem weißen L...

Die Vorlesung

Es waren nur ihre Rückenschmerzen, die sie vor dem Wegnicken bewahrten. Mittwochnachmittage hatten grundsätzlich etwas Ermüdendes und die stotternde, wenig mitreißende Sprechweise des Professors machte es nicht besser. Vor einigen Wochen war sie voller Elan in das neue Semester gestartet und hatte beschlossen, jedes Thema mit Interesse anzugehen. Nun saß sie hier, lehnte sich abwechselnd auf dem Sitz zurück, um ihren Rücken zu beruhigen oder legte ihren Kopf auf dem Tisch ab, um vielleicht doch der Schläfrigkeit nachzugeben. Oder war sie nicht schläfrig? Ihre Augen brannten. Heuschnupfen? Nein, zu früh im Jahr. Außerdem sicher nicht im Hörsaal. Es gab hier keine Pflanzen und gegen den Gummibaum auf dem Flur war sie nicht allergisch. Nicht, dass sie wusste. Sie gähnte, richtete sich auf und zwang sich, den Ausführungen des Professors zu folgen. Mineralogie. Das Beste an diesem Fach war, dass graduierte Mineralogen Mineralen Namen geben durften, sollten sie...

Das Ende des Milenniums

Sie öffnete die Haustür und stieg die Treppe nach oben. Dort angekommen ging sie, ohne die Jacke abzulegen, ins Wohnzimmer. Sie war spät dran, der Sportlehrer hatte wie immer überzogen und eigentlich wollte sie Mathe noch vor der Sendung gemacht haben. Sie legte den Rucksack auf dem Sofa ab. Der Fernseher lief eine Kriegsreportage, vermutlich Zweiter Weltkrieg, ihr Vater saß am Computer. Sie betrachtete das Programm eine Weile, seufzte, legte auch ihre Jacke ab und ging ins Badezimmer. Erst einmal duschen, dann Mathe überfliegen. Sie sah auf die Uhr: In etwa anderthalb Stunden ging ihre Lieblingsserie los. Sie duschte sich in aller Ruhe, zog sich bequeme Kleidung an und kehrte ins Wohnzimmer zurück. Dort nahm sie ihre Tasche vom Sofa und wühlte nach den Unterlagen für ihre Hausaufgaben. Sie setzte sich mit Heft, Stift, Lehrbuch und Taschenrechner bewaffnet an den Esstisch. Mathematik war ein furchtbares Übel, aber wenn ihr Vater zu Hause war, sollte sie die Aufgaben ernst nehmen. »Soll...

Die Nebelwand

Petri lebte ein ausgesprochen wohl geordnetes Leben. Er stand jeden Morgen um die gleiche Zeit auf, kam um die gleiche Zeit ins Büro und ging um die gleiche Zeit schlafen. Auch heute war es einer der ewig gleichen Tage. Selbst das Wetter war grau und durchschnittlich, ein nebliger Tag im November. Petri verließ das Büro pünktlich zu Betriebsschluss und wartete auf den Bus, der ebenso pünktlich vorfuhr. Er gehörte zu den wenigen Menschen, die sich noch nie über die Unpünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel beschwert hatten, denn die beiden Busfahrer, mit denen Petri jeden Tag zu tun hatte, teilten seinen eigenen preußischen Ordnungssinn und waren häufig etwas früher, aber niemals zu spät an ihrer Haltestelle. Petri stieg in den warmen, trockenen Innenraum des Wagens und beobachtete während der Fahrt die Nebelwand, die langsam über Frankfurt waberte. Der Bus nahm die Auffahrt zur Autobahn, um das kurze Stück über den Flughafen zu fahren. Der Nebel wurde zunehmend dichter, d...

Wie ein Spiel mich zum Schreiben brachte

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Aloha Der Beitrag über Gaming hat mich zu meinem alten Lieblingsspiel »Lionheart« von Thalion zurückgebracht. Nicht nur für ein Let’s play, bei dem man mir dabei zuschauen darf, wie ich in den Geschicklichkeitssequenzen heillos versagte, sondern auch zum Spiel selbst. Mein ungebrochener Ehrgeiz, die Geschichte endlich einmal zu schaffen und vor allem, zu verstehen. Als ich das Spiel nämlich das erste Mal spielte, war ich acht oder neun und des Englischen noch nicht weit genug mächtig, um die Bildschirmtexte zu verstehen. Jump’n’Run Action mit Story Valdyn (Covver Art/ Dieter Rottermund) Das hat mich als Kind schon gestört, vor allem, da in der Anleitung (die ihr hier runterladen könnt) die Vorgeschichte des Spiels auf Deutsch abgedruckt stand. Die Geschichte war so gut, dass sie mich tatsächlich dazu animiert hat, das Spiel zu spielen, obwohl ich das Genre eigentlich gehasst habe (und in der Art, wie es in dem Spiel umgesetzt ist, heute noch hasse). Aber die Figur in der Geschi...

Bloggeralphabet - F wie Foren

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Aloha Anne Schwarz hat auf ihrem Blog neontrauma eine schöne Aktion gestartet, und zwar das " Blogger Alphabe t". Dort wird alle zwei Wochene in neuer Buchstabe mit einem dazugehörigen Thema ausgegeben und los geht die fröhliche Blogparade. Mit den bisherigen Themen konnte ich persönlich wenig anfangen, dafür liegt mir der aktuelle Buchstabe besonders am Herzen. Vom 14.3. bis zum 27.3. dreht sich nämlich alles um Foren. Internetforen, um genau zu sein. Wie ich zum Netz kam Foren haben für mich eine besondere Bedeutung, den sie hängen direkt mit dem Anfang meiner Internetzeit zusammen. Neben all den lustigen Sharing-Börsen, die damals noch so etwas Ähnliches wie halblegal waren und Websites über die Themen, die mich damals am meisten interessiert haben (Pokémon, Digimon, B’tX und Saint Seiya), waren Internetforen die wichtigste Anlaufstelle für mich. Zum einen lag es daran, dass wir sehr früh bei uns zu Hause Internet hatten und es so Dinge wie MSN und ICQ noch ni...

Blogparade: Gaming - Nur was für Nerds?

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Aloha Ich werde diesen Post parallel auf beiden Blogs veröffentlichen, also hier und auf gameatorium , da ich ja nun einmal ein und dieselbe Person bin und da auch keinen Hehl draus mache. So viel nur dazu. Die Blogparade wurde von Die Prüfkiste ins Leben gerufen und dreht sich, wie der Titel schon sagt, ums Zocken. Natürlich muss ich mich da einklinken, denn ich bin leidenschaftliche Zockerin. Vielleicht sogar etwas zu leidenschaftlich, aber das hat seine Gründe. Von Kleinauf   Ich war ein schüchternes Kind, vielleicht war das der Grund, warum ich schon früh zu Computern kam. Vielleicht lag es auch daran, dass meine Eltern geschieden waren. Mein Vater besaß einen Computer, einen Amiga 500+, und meine Mutter fand Computerspiele gleichzeitig absolut dumm und überflüssig. Die Situation führte dann dazu, dass ich neben meinem Vater auch (vielleicht eher vor allem) seinen Computer glorifiziert hatte. Erschwerend kam hinzu, dass alle meine Freunde Gameboys und Nintendos hat...

Blog Parade: Lieblingsdinge

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Ein außergewöhnliches Souvenir Ich bin durch die Google+ Communities auf die Blogparade von Herrn Kussin auf seinem Blog Sprachrhythmus aufmerksam geworden. Er hatte aufgerufen, die Geschichte eines Lieblingsdings zu beschreiben. Ich habe auf diese Weise einige interessante Geschichten gefunden und möchte nun, so kurz vor Schluss, meine eigene mit einreihen. Es geht um ein Souvenir von meiner Exkursion in Südafrika.   Souvenirs Ich habe eine Menge Sachen aus Namibia und Südafrika mit nach Deutschland gebracht. Allen voran Reste von rotem namibischem Sand in sämtlichen Schuhen und Kleidungsstücken. Das Wichtigeste für mich ist allerdings der Stachel eines Stachelschweins. Das liegt nicht daran, dass ich eine besondere Begegnung mit einem dieser Tiere gehabt hätte, denn Stachelschweine gehörten zu den Tieren, die wir nicht zu Gesicht bekommen haben, sondern an der Art, wie ich den Stachel bekommen habe. Lawrence Wir hatten in Südafrika zwei Busfahrer, einer von ihnen tru...

Filmkritik: Unfriend

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Aloha Ich ringe mich gerade tatsächlich einmal zu einer Filmkritik durch. Nachdem ich ein Weilchen überlegt habe, ob ich nicht lieber über Träume und Traumbilder reden soll. Der Film hat mich aber seit gestern nicht losgelassen, also schreibe ich lieber darüber. Es geht um: Unfriend   Der Horrostreifen läuft seit letztem Donnerstag im Kino. Meine Freundin und ich haben im Moment einen gewissen Drang, uns alle möglichen Horrorfilme anzusehen, vor allem im Kino und da mir »The Revenant« für gestern Abend zu lang war, haben wir uns »Unfriend« angesehen. Handlung (Spoilerfrei) Offizielles Filmplakat Laura ist eine beliebte junge Frau, Psychologie-Studentin im ersten Semester und süchtig nach Facebook. Ihre Freundeszahl liegt im oberen dreistelligen Bereich und steigt immer weiter. Eines Tages taucht Marina in Lauras Kurs auf. Sie ist ein seltsames Mädchen, sehr still und zurückgezogen mit einem düsteren Kleidungsstil. Marina trägt nur schwarz und nimmt nie die Kapuze...

Neujahrsgrüße

Aloha Etwas verspätet, das gebe ich zu. Ich lag leider über den Jahreswechsel mit einer fiesen Erkältung im Bett. Im Urlaub. Bei Freunden. So kann das gehen. Mein kleines Neujahrsgedicht möchte ich euch aber nicht vorentahlten, wenn es auch ein paar Tage zu spät kommt. Neujahr Heut ist erster Januar Begonnen hat das neue Jahr Gestern noch herabgezählt Die Eltern sich mit Sekt gestählt Um zwölf Uhr dann mit viel Hurra Das Feuerwerk zum neuen Jahr »Prost Neujahr« ruft den Nachbarn zu Und dann ins Bett zur süßen Ruh Heut ist erster Januar Begonnen hat das neue Jahr Heut ist der erste Januar Geboren wurd ein neues Jahr Gestern die Zeit herabgezählt Fürs neue Jahr mit Sekt gestählt Um Zwölfe raus, mit viel Hurra Zum Feuerwerk zum neuen Jahr Das neue Jahr, noch schwach und klein Soll aller Hoffnung Träger sein »Prost Neujahr« man den Nachbarn zu Und dann ins Bett, zur süßen Ruh Heut ist der erste Januar Es altert schon das neue Jahr Zum weiteren Verlauf habe ich noch keine Ideen. Ver...